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Seit 2009 ein unschönes Ärgernis

Der Bürgerverein Freiburg-Opfingen e.V. hat seit dem Jahre 2009 zahlreiche Versuche unternommen, den vorhandenen, als Provisorium gedachten Kreisverkehr als Ortseingangssituation einem Stadt angemessen zu verbessern:

Juli 2009 - Unterschriftenaktion:

Der Bürgerverein Freiburg-Opfingen e. V. hatte vom 06.07-11.07.2009 eine Unterschriftenaktion zur Umgestaltung des Kreisverkehres durchgeführt. Über 260 Unterschriften wurden gesammelt und mit Schreiben vom 16.09.2009 allen Fraktionen des Gemeinderates und mit Schreiben vom 22.07.2009 Herrn Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon vorgelegt.

Kreisverkehr Opfingen

15. Januar 2011 Schreiben an den Oberbürgermeister, als Erinnerung.

14. April 2011 um 15.30 Uhr Ortstermin am Opfinger Kreisverkehr

Daran nahmen teilt:
Für die Stadt Freiburg (GuT): Herren Neymeyer und Wiestler
Für den Bürgerverein: Frau Scheer-Müller, Frau Schreck, Frau Kuder, Herr Schrutka, Herr Gerber und Herr Dr. Kroll
Für die Ortsverwaltung: Herr OV Stadelhofer
Für den Ortschaftsrat: Herren Preis und Wagner
Herr Neymeyer eröffnete den Ortstermin und gab einen kurzen Überblick über den Stand der Sache. So habe der OV die Anregung gemacht, den Kreisverkehr in seinem Erscheinungsbild durch ehrenamtliche Arbeiten örtlicher Handwerker und Bürger schöner zu gestalten. Dies sei allerdings mit Schwierigkeiten verbunden, da dies bei laufendem Verkehr gemacht werden müsse und somit Gefahr für die dort Arbeitenden bestehe (Der Bürgerverein hatte in seinem Schreiben an den OB gebeten, mit den Planungen zu beginnen).
Nach längerer Diskussion und Abwägungen der Gegebenheiten wurde vereinbart, dass die Stadt mit den Planungen beginnen solle und – so Herr Neymeyer – man versuchen werde, den Umbau in den Doppelhaushalt 2013/14 einzustellen. Auch solle - so Vertreter des BV – möglichst umgehend geklärt werden, ob für den Umbau Grunderwerb erforderlich sei. Es sei hinreichend bekannt, dass dafür häufig längere Zeiträume erforderlich seien.
Herr Neymeyer wird das Verfahren einleiten, betonte allerdings, er könne nichts versprechen. Weitgehend bestand die Überzeugung, einen grünen Kreisverkehr mit Innenkreisbepflanzung zu planen. Dafür gibt es in der Umgebung viele Beispiele. Darauf wies auch Herr Wagner hin.
Auch müsse das schnelle Einfahren in die Freiburger Straße verhindert werden.

8. Februar 2013, Artikel in der Badischen Zeitung:

Funktional und ganz ohne Kunst
Freiburg hat nur neun Kreisel, und die kommen ohne Aufbauten aus – Demontage-Erlass greift nicht.
1. Bild in der Badischen Zeitung

2. Das einzige, kleine Sicherheitsrisiko stand bislang an Weihnachten auf dem ovalen Kreisverkehr in St. Georgen. Das Garten- und Tiefbauamt wird künftig darauf verzichten, den obligatorischen Tannenbaum aufzustellen. Foto: Ingo Schneider
Das städtische Garten- und Tiefbauamt muss keine Kreisverkehre entschärfen. Das hat eine Begehung mit der Polizei Ende vergangenen Jahres ergeben.
Freiburg hat insgesamt nur acht größere Kreisel sowie einen kleinen, nämlich jenen in der Kartäuserstraße im Stadtteil Oberau. Die Diskussion um die Gefahr, die von "Kreiselkunst" angeblich ausgeht, haben die Verkehrsexperten im Rathaus mit Gelassenheit verfolgt. Denn im Stadtgebiet gibt es keine Kreisverkehre mit irgendwelchen Aufbauten, sagt Rathaussprecher Toni Klein. Weise Voraussicht im zuständigen Tiefbauamt oder schlicht kein Geld für Schnickschnack?
Weder noch. Freiburg hat – anders als viele Städte und Gemeinden – keinen Kreisel am Ortseingang, und folglich gab es auch keinen Anlass, eine Anlage als besonders schickes Entree zu gestalten. Es handle sich ausschließlich um Funktionalbauten, erklärt Pressesprecher Toni Klein.
Wie mehrfach berichtet, hat das Stuttgarter Landesverkehrsministerium im November 2011 verfügt, gefährliche Kunstwerke in der Mitte von Kreisverkehren zu entfernen. In Heitersheim zum Beispiel waren im Jahr 2008 zwei Menschen bei einem Unfall ums Leben gekommen und einer schwer verletzt worden, als ein betrunkener Fahrer mit seinem Wagen auf die Betonstele in der Mitte eines Kreisels gekracht war. Trotzdem bildeten sich Bürgerinitiativen gegen den Demontage-Erlass. Und tatsächlich präzisierte Verkehrsminister Winfried Hermann am vergangenen Dienstag, dass fast nur außerörtliche Kreisel ein Sicherheitsrisiko darstellen könnten.
Allerdings gibt es doch einen – wenn auch kleinen – Problemfall: die Anlage beim Breisgau-Center (Real-Süd) im Ortsteil St. Georgen, die eher ein Ovalverkehr ist. Gebüsch und Bäumchen dürfen zwar stehen bleiben, aber aus Sicherheitsgründen wird das städtische Garten- und Tiefbauamt künftig darauf verzichten, den Tannenbaum zur Weihnachtszeit aufzustellen. Das ist das einzige Ergebnis des Vor-Ort-Termins mit der Polizei.

8. Februar 2013 das Schreiben des Bürgervereins Freiburg-Opfingen e. V. an das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur:

Sehr geehrte Damen und Herren,
wie die Badische Zeitung in ihrer Ausgabe vom 08. Februar 2013 feststellt sind in Freiburg alle Kreisverkehre verkehrssicher:
"Das städtische Garten- und Tiefbauamt muss keine Kreisverkehre entschärfen. Das hat eine Begehung mit der Polizei Ende vergangenen Jahres ergeben. Freiburg hat insgesamt nur acht größere Kreisel sowie einen kleinen, nämlich jenen in der Kartäuserstraße im Stadtteil Oberau. Die Diskussion um die Gefahr, die von "Kreiselkunst" angeblich ausgeht, haben die Verkehrsexperten im Rathaus mit Gelassenheit verfolgt. Denn im Stadtgebiet gibt es keine Kreisverkehre mit irgendwelchen Aufbauten (!), sagt Rathaussprecher Toni Klein...."*

Eine erstaunliche Feststellung! Diese Meinung vertritt der Bürgerverein Freiburg-Opfingen nicht!
Der Bürgerverein Freiburg-Opfingen hat die Verwaltung der Stadt Freiburg wiederholt (auch durch Sammlung von Unterschriften) auf den Zustand des als Foto beigefügten Kreisels in Freiburg-Opfingen hingewiesen. Sowohl der Herr Oberbürgermeister Dr. Salomon als auch der Herr Baudezernent Prof. Dr. Haag kennen die Situation. Nach Meinung des Bürgervereins sind die*Brunnenringe und der in der Mitte des Kreisverkehrs stehende Lichtmast* mindestens so verkehrsgefährdend wie die im Erlass erwähnten künstlerische Gestaltungen.
Nach dem zitierten Erlass vom 15. 11. 2012Az.62-3911.8/ wird empfohlen, auch für kommunale Straßen eine Überprüfung der Kreisverkehrsplätze durchzuführen und die *Anforderungen* an die Verkehrssicherheit bei der Gestaltung von Kreisverkehrsplätzen *zu beachten*.
Wenngleich eine Empfehlung keine Weisung darstellt, so hat die untere Verkehrsbehörde doch danach zu handeln. So jedenfalls unsere Meinung.
Es wäre sehr freundlich , wenn das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur dem Bürgerverein Freiburg-Opfingen eine Einschätzung der Verkehrssicherheit dieses Kreisels zukommen lassen könnte.

22. Februar 2013, Artikel in der Badischen Zeitung:

Die Ansichten zum Opfinger Kreisverkehr gehen auseinander.
Bürgerverein sieht Gefahren Kreisverkehr in Opfingen
Der Bürgerverein Opfingen widerspricht der Aussage der Stadtverwaltung, es gebe in Freiburg keine gefährlichen Kreisverkehre. Vorsitzender Dieter Kroll weist in einem Schreiben ans Stuttgarter Verkehrsministerium auf den Kreisel im Ortsteil Opfingen hin, der mindestens so verkehrsgefährdend sei wie jene, die im Erlass des Landes erwähnt werden. Mehrfach habe der Bürgerverein gegen die im Kreis angeordneten Betonkübel samt Lichtmast protestiert. Bislang ohne' Erfolg. Nun möge doch das Ministerium eine Einschätzung geben. Auch der Ortschaftsrat hatte sich vor gut zwei Jahren mit dem Kreisel befasst, allerdings weil er ihn verschönern will- wofür das Geld bislang fehlte. Frank Uekermann, Leiter des städtischen Garten- und Tiefbauamts, weist den Vorwurf des Bürgervereins zurück. Fachleuten zufolge stelle der Opfinger Kreisel keine Gefahr dar. Das gelte auch für die acht weiteren Kreisverkehre im Stadtgebiet. Keiner müsse nach der Debatte um "Kreiselkunst" entschärft werden.

Kreisverkehr lyrisch: Shortcut Kreisverkehr

Eine Information zum Thema Kreisverkehr:

Kreisverkehr macht viele Kreuzungen schneller und sicherer
Der Kreisverkehr ist für viele Kreuzungen die ideale Lösung der Verkehrsführung. Er bietet ein hohes Maß an Sicherheit, führt - weil er nie "rot" zeigt - selten zum Stau und ist im Vergleich zu Ampelanlagen sehr preiswert im Unterhalt.
Dies gilt jedoch nur dann, wenn er richtig konzipiert und am richtigen Ort eingesetzt wird. Besonders sicher ist der sogenannte kompakte Kreisverkehr innerhalb der Stadt, der nur eine Fahrspur aufweist. Seine volkswirtschaftlichen Unfallkosten liegen nach Untersuchungen der Beratungsstelle für Schaden-verhütung im Verband der Schadenversicherer (VdS) um rund 40 Prozent niedriger als bei herkömmlichen Kreuzungen. Höhere Sicherheit bietet der "kleine Kreis" sogar gegenüber vielen Kreuzungen, die durch Ampeln gesichert werden.
Als Vorteile gegenüber einem vorfahrtsgeregelten Verkehrsknoten gelten z.B. bessere Verkehrssicherheit durch Geschwindigkeitsverminderung, bei gleichzeitiger Verstetigung des Verkehrsflusses: die Durchlassgeschwindigkeit oft höher als bei einer vorfahrts- oder signalgesteuerten Kreuzung. Weitere Vorteile sind eine überschaubarere Verkehrslage, bessere Wirtschaftlichkeit durch die verteilende Wirkung und besserer Umweltschutz durch weniger Abgase und Lärm. Hinzu kommen geringer baulicher Aufwand und geringere Wartungskosten gegenüber einer Ampellösung. Eine normale Kreuzung (ohne Ampelanlage) hat insgesamt 32 Konfliktpunkte, an denen sich Fahrlinien kreuzen. Ein Kreisverkehrsplatz weist nur 8 solcher Konfliktpunkte auf. Kreisverkehrsplätze wirken als Geschwindigkeitsbremse, sie können nur langsam durchfahren werden. Auf der Kreisfahrbahn liegt das Geschwindigkeitsniveau im Bereich von 20 - 30 km/h. In diesem Geschwindigkeitsbereich sind Unfälle noch leicht zu vermeiden.
Die (grüne?) Stadt Freiburg hat hier einen enormen Nachholbedarf.
KOSTEN VON SIGNALANLAGEN:

Kostenaufstellung

Quelle: Dr.Morlock (RPFR)

Grundlagen des MVI Baden-Württemberg 1

Grundlagen des MVI Baden-Württemberg 2

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