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Der Begriff "Wein" und die Rebsorten

Was ist Wein?

Nur ein Getränk, das von Früchten der Weinrebe stammt, darf die Handelsbezeichnung „Wein“ (ohne weitere Erklärung) tragen. Laut der Gesetzgebung in der EU muss ein Wein mindestens 8,5 Volumenprozent Alkohol enthalten.
Wein kann zu den ältesten Kulturgütern der Menschheit gerechnet werden. Sowohl die Kunst der Weinbereitung als auch die Kultur des Weingenusses ist über Jahrtausende bis heute immer fortentwickelt worden. Schon 5000 v. Chr. lässt sich im Südkaukasus (heute Georgien), sowie in der vorderasiatischen Landschaft Sumer (heute südlicher Irak) erstmals der Anbau von Weinreben durch Menschenhand nachweisen. Der Weinbau breitete sich von dort im gesamten Nahen Osten aus, und etwa 1700 v. Chr. kultivierten auf Kreta die Minoer Edelreben. Griechische Kolonisten dürften im 7./6. Jhd. v. Chr. erstmals Rebstöcke nach Gallien (Massalia ? Marseille) gebracht haben.
Die Ursprünge des Weinbaus am Tuniberg finden sich 14. Jahrhundert. Die Qualität war allerdings nicht mit heutigen Erzeugnissen zu vergleichen:
1768 heißt es, die Elblingreben von Opfingen seien „die gewöhnlichsten“, der Wein im allgemeinen sei von „mittelmäßiger Güte“. Noch 1841 ist zu lesen, dass „blos der rothe gut ist und Käufer findet“. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs hatte der Weinbau nur eine nachgeordnete Bedeutung, er sollte hauptsächlich den Eigenbedarf decken. Erst nach der Gründung der Winzergenossenschaft Opfingen 1952 und der Rebflurbereinigung bekam der Weinbau auch eine wirtschaftliche Dimension.

Rebfläche der Stadt Freiburg: 2008 – 741 ha, davon entfallen auf Opfingen 230 ha

Rebsorten

Die hohe Zahl an Rebsorten ist durch Mutation, natürliche Selektion und Kreuzung entstanden. So lange der Mensch Reben kultiviert, hat er selektiert und bereits über 150 Jahre gezielt Kreuzungen vorgenommen.
Die Eigenschaften von Rebsorten sind langfristig nicht stabil (auch bei vegetativer Vermehrung) – sie unterliegen natürlichen Einflüssen (Strahlung, Standorteinflüssen, Abbaukrankheiten), wodurch sich langsam positive und negative Eigenschaften ändern.


Stammbaum der Reben

Stammbaum der Reben

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Die häufigsten Rebsorten in Opfinger Weinbergen

Blauer Spätburgunder(38% der Anbaufläche)

Der Spätburgunder, auch frz. Pinot Noir, ital. Pinot Nero, Blauburgunder oder Schwarzburgunder genannt, ist eine bedeutende und qualitativ sehr hochwertige Rebsorte für Rotwein. Leuchtend rubin- bis dunkelrot ist die Farbe der badischen Spätburgunder Rotweine, reichhaltig, an Brombeeren, Kirschen und Bittermandeln erinnernd das Aroma. Im Geschmack samtig, aber kraftvoll und belebend durch ihre feine Gerbstoffstruktur.

Regent

Der Regent ist eine rote Rebsorte, die gegenüber bedeutenden Pilzkrankheiten der Rebe eine große Toleranz besitzt, insbesondere gegen Peronospora. Der Regent gehört (2008) zu den bedeutendsten pilzwiderstandsfähige Qualitäts-Rebsorten weltweit und liefert farbintensive, kräftige Rotweine.

Grauer Burgunder/ Ruländer (20% der Anbaufläche)

Der Grauburgunder (auch: frz. Pinot Gris, ital. Pinot Grigio oder Ruländer) ist eine Weißwein-Rebsorte. Obwohl die Haut der Beeren rötlich bis rot gefärbt ist, wird sie den weißen Sorten zugeordnet. Grauburgunder gehört zur Rebsorte der Burgunderfamilie. Neben Italien ist Süddeutschland das Hauptanbaugebiet. Hier vor allem im Badischen, Rheinhessen, in und der Pfalz. Der Grauburgunder ist eine Zucht aus dem Spätburgunder. Farbe: blaßgelb mit Grünstich bis goldgelb. Ein kräftiger, körperreicher Wein mit würzigem Aroma. Aromen: Birne, Honig, Ananas, Grapefruit, Liebstöckel, grüne Bohne. Werden die Trauben früher gelesen und die Moste trocken ausgebaut, ist er säurebetont, frisch und saftig schlank mit feiner Aromenvielfalt.

Müller-Thurgau (18% der Anbaufläche)

Der Müller-Thurgau ist eine weiße Rebsorte, die aus Marketinggründen auch Rivaner genannt wird. Sie wurde 1882 von dem Schweizer Rebforscher Hermann Müller aus dem Kanton Thurgau an der Forschungsanstalt Geisenheim im Rheingau gezüchtet. Müller-Thurgau ist weltweit die erfolgreichste Neuzüchtung. Feinfruchtiges Muskataroma und jugendliche Frische bei milder bis rassiger Säure zeichnen diesen bekömmlichen Wein aus.

Weißer Burgunder (10% der Anbaufläche)

Der Weiße Burgunder ist eine weiße Rebsorte, die auch Weißburgunder, Pinot Blanc, Pinot Bianco oder Klevner genannt wird. Er ist die hellste aller Burgundersorten und seit dem 14. Jahrhundert bekannt. Die 'rassige' Alternative zum Ruländer und Grauen Burgunder. Präsentiert ein duftiges, weiniges Aroma, eleganten bis kräftigen Körper und markante Säure.

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